Die Geschichte der Pizza

Wenn man von Pizza spricht, dann denkt man an Italien. Mit kaum einer anderen kulinarischen Köstlichkeit wird dieses Land so in Verbindung gebracht, wie mit der Pizza. Und von Italien aus hat die Pizza die ganze Welt erobert. Fast überall hat sie sich ihren Platz auf dem Speiseplan der Menschen gesichert. Doch was heute alles angeboten wird, was den Namen Pizza trägt, würde einem echten Italiener die Fussnägel aufrollen, sähe er, was mancherorts so als Pizza verzehrt wird. Übervoll belegt, mit allen möglichen Zutaten obendrauf, die auf einer Pizza eigentlich nichts zu suchen haben und dick belegt mit fettigem gelben Käse.

Wie kam die Pizza zu ihrem Namen?

Etymologisch betrachtet taucht der Begriff „picea“ oder „piza“ erstmals um das Jahr 1000 n. Chr. im neapolitanischen Dialekt auf. Dieser Begriff bedeutete so viel wie „Ruck“, womit, so wird vermutet, die Handbewegung beim Entnehmen aus dem Ofen gemeint war. Die Ursprünge dieser Pizza gehen aber auf die Etrusker in der Toskana zurück, die schon 1000 Jahre v. Chr. einfachen Teig auf Steinen neben einem Feuer gebacken haben. Im Laufe der Zeit begannen sie, dieses Brot mit den verschiedensten Belägen zu versehen, sodass das Brot quasi als essbarer Teller fungierte.  Es waren allerdings die Italien erobernden Griechen, die erstmals auf die Idee kamen, den Teig schon vor dem Backen mit Belägen zu versehen und die damit einen bedeutenden Beitrag zur Entstehung der Pizza leisteten, was die Italiener verständlicherweise gar nicht gerne hören. Doch wer auch immer jetzt verantwortlich war für die Erfindung der Pizza ist vielen von uns egal, denn wichtig ist nur, dass wir sie heute in vielen Pizzerien wie beispielsweise Wald ZH, Rüti ZH, Hinwil, aber auch in Rapperswil-Jona oder Eschenbach geniessen können.

Die Römer brachten die Pizza in die Welt

Die Römer bedienten sich beider Ideen und schufen die ersten Prototypen der Pizza, die sie auf ihren Eroberungszügen im damals bekannten Teil der Welt verbreiteten. Hunderte von Variationen an Pizza entstanden auf diese Weise, je nach Region und verfügbaren Lebensmitteln. In der Via dell´ Abbondanza in Pompeji fand man die Ruinen von kleinen Buden, die ganz den Anschein von Pizzerien hatten und wohl als Armeleuteimbissbuden dienten. Doch auch die reichen Römer labten sich bei ihren Festmahlen neben den vielen anderen dargebotenen Speisen mitunter an Pizza. Von Papst Paul IV  ist beispielsweise überliefert, dass unter den 25 Gängen, die er sich pro Mahlzeit servieren liess, auch jeweils eine Pizza war. Doch in erster Linie blieb die Urform der Pizza ein Armeleuteessen und dümpelte als solches jahrhundertelang vor sich hin, denn bis die Tomate ihren Weg auf die Pizza fand, sollte noch einige Zeit vergehen. Als Seefahrer so gegen 1520 die ersten Tomaten nach Europa brachten, begann eine neue Zeitrechnung bei der Pizza. Zwar galt die Tomate zunächst als giftig und wurde nur als Zierpflanze gesehen, doch irgendwann fand die Tomate dann in Neapel den Weg auf die Pizza. Damit war man nicht mehr weit entfernt von der Pizza, wie wir sie heute aus den italienischen Restaurants in Wald ZH, Rüti ZH, Hinwil, aber auch aus Rapperswil-Jona oder Eschenbach kennen.

Neapel ist die Wiege der Pizza

Neapel und Pizza gehört zusammen wie die Schweiz und sein Matterhorn. In den ärmeren Stadtvierteln von Napoli, vor allem in Santa Lucia, eröffneten im 19. Jahrhundert die ersten Backstuben, in denen der Pizzabäcker seine mittels akrobatischem Wirbeln durch die Luft hauchdünn gewordenen Fladen in glühend heissen gemauerten Öfen zur perfekten Pizza machte. Die Pizzeria Port´Alba in der Via Port´Alba 18 in Neapel, die 1830 eröffnet wurde und noch heute existiert, gilt als älteste Pizzeria der Welt. Sie war einst ein Lokal für Arbeiter, denn um die Pizza zu servieren, brauchte man weder teure Teller noch musste man diese hinterher mit kostbarem Wasser abwaschen. Ursprüngliche Backstuben dieser Art findet man noch heute in den Gassen von Neapel, und Kenner behaupten, an diesen unscheinbaren Orten entstehe die beste Pizza der Welt.